26. Griechischer Salon: „Griechenland und Türkei: Parallele und verflochtene Nationsbildungen“ Vortrag und Diskussion am 9. Juni 2022

Hale Decdeli-Holzwarth (Wirtschaftswissenschaftlerin und Soziologin)
Dr. Nikolas Pissis (Dozent für Neugriechische Geschichte an der FU Berlin)

WO | Regenbogenkino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

WANN | Donnerstag, 9. Juni 2022, 19:30 Uhr

Die heutige konfliktgeladene Situation zwischen Griechenland und der Türkei lässt oft vergessen, dass beide heutige Staaten aus der Erbmasse des Osmanischen Reiches entstanden sind, allerdings zeitlich sehr unterschiedlich und unter sehr verschiedenen internationalen Rahmenbedingungen.

Griechenland erkämpfte seine Unabhängigkeit von dem Osmanischen Reich um 1830 mit Unterstützung aus Großbritannien und Russland. Die Republik Türkei wiederum wurde 1923 nach einem Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien, Frankreich, Italien und Griechenland gegründet, die als Folge des Ersten Weltkriegs das Osmanische Reich besetzt hatten.

Wir wollen die historischen Zusammenhänge beleuchten, um die heutige politische Situation besser verstehen zu können.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Die Stimme einer Geflüchteten (Videomitschmitt des 25. Griechischen Salons)

Parvid A. und Hamid Nowzarinezhad, der dolmetschte

Die beeindruckenden Botschaften der sechsmal Pushbacks erlittenen Parvin A. im Video.
Die Drecksarbeit der Pushbacks machen Griechen – die Verantwortung liegt auch bei den sie dafür lobenden Europäern.

Videomitschnitt der Veranstaltung „Festung Europa – Abschottung und brutale Pushbacks in Griechenland“ am 10. Mai 2022

Parvin A. ist eine iranische Frau, die sechsmal nach Griechenland flüchtete und jedes Mal illegal durch die griechische Polizei und die Banden, die die Polizei als ihre Helfershelfer rekrutiert hat, in die Türkei zurückgestoßen wurde. Vorher wurde sie misshandelt und gedemütigt.
Nachdem sie nach Deutschland flüchten konnte, beschloss sie, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Sie klagt nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Harald Glöde von borderline europe und der Rechtsanwalt Achim Rollhäuser gaben weitere Informationen über die unmemschliche Praxis der Pushbacks in Hellas.

Hier der Videomitschnitt

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25. Griechischer Salon: „Festung Europa – Abschottung und brutale Pushbacks in Griechenland“ Info-Veranstaltung und Diskussion am 10. Mai 2022

WANN | Dienstag, 10. Mai 2022 um 19.30 Uhr

WO | Regenbogenkino/Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Alle diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, können die Veranstaltung auch online verfolgen. Der Link dazu lautet: https://youtu.be/WDR7ER9qSqo

Menschenverachtende Pushbacks, Internierung, Übergriffe und Misshandlungen: Die Situation für Geflüchtete an den Außengrenzen Griechenlands wird immer schrecklicher. Und Europa schaut zu bzw. weg.

Unsere Gäste werden über die aktuelle Situation informieren und die Politik Griechenlands und der EU gegenüber den geflüchteten Menschen bewerten.

Parvin A. ist eine iranische Frau, die sechsmal nach Griechenland flüchtete und jedes Mal illegal durch die griechische Polizei und die Banden, die die Polizei als ihre Helfershelfer rekrutiert hat, in die Türkei zurückgestoßen wurde. Vorher wurde sie misshandelt und gedemütigt.
Ihr war es gelungen, ihre Erlebnisse und das Verhalten der Grenzer zu dokumentieren. Nachdem sie nach Deutschland flüchten konnte, beschloss sie, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen. Sie hat sich in einem Video und mit Unterstützung von forensic architecture an die Medien gewandt und klagt nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Harald Glöde von borderline europe wird vom Ausmaß der Pushbacks von den griechischen Inseln, von deren brutalen Abläufen, von den ausführlichen Dokumentationen dieser Verbrechen sowie dem Umgang der EU und der griechischen Regierung damit berichten. Außerdem wird er über die drakonischen Strafen für sog. Schleuser informieren, also Geflüchtete, die oft lediglich für einen Moment das Steuer des Boots, mit dem sie nach Griechenland übersetzen wollten, gehalten haben.

Achim Rollhäuser ist Rechtsanwalt, der in Deutschland und Athen lebt. Er wird einen Überblick über die Pushbacks von Griechenland in die Türkei geben, aber auch über die Zurückschiebungen von anderen Mittelmeerländern informieren. Er wird über die schrecklichen Lebensbedingungen von Geflüchteten in den Lagern berichten sowie über die Kriminalisierung von Solidarität mit Flüchtlingen.
Moderation: Ingrid Stipper, aktiv im Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Der nunmehr 25. GRIECHISCHE SALON wird präsentiert vom Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin in Zusammenarbeit mit der Regenbogenfabrik, SoliOli und attac Berlin.
Unterstützt von Respekt (www.respekt.tv) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Videomitschnitt von „Krise revisited“

Videomitschnitt von Krise revisited. Zur aktuellen sozialen Lage in Griechenland“ – 24. Griechischer Salon am 3.2.2022

Wie hat sich das Leben der Menschen in Griechenland in den letzten Jahren – durch die konservative Regierung und durch die Pandemie – verändert? Sind Armut und soziale Ungerechtigkeit wirklich auf dem Rückzug, wie die Regierung behauptet?
Drei Kenner:innen haben uns Antworten auf diese Fragen gegeben. Wir erfuhren von den Niederlagen der Lohnabhängigen und den Strategien der Herrschenden. Es wurde über die hohe Verschuldung sehr vieler Griech:innen und von den Kämpfen gegen Zwangsräumungen berichtet. Auch wurde beschrieben, wie das Leiden in der Pandemie eine Klassenfrage und die Anzahl der Verarmten größer geworden ist. Babis Dinakis berichtete am Beispiel der Stadtteil-Initiative von Perama (Piräus), von den miserablen Lebensbedingungen und der Gegenwehr der Menschen. Er endete mit den Worten: „Die Solidarität ist unsere Waffe.“

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24. Griechischer Salon ONLINE: „Krise revisited. Zur aktuellen sozialen Lage in Griechenland“ am 3. Februar 2022

WANN | Donnerstag, den 03.02.2022, 19 Uhr

WIE | Online-Veranstaltung (Webkonferenzsystem: Zoom) in deutscher und griechischer Sprache

Anmeldung notwendig! Der Registrierungslink lautet:
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_bAVHfAUYRrSAcGNYdQilXA

Bitte registriert euch zeitnah. Nach erfolgter Registrierung erhaltet ihr dann automatisiert die eigentlichen Zugangsdaten zugeschickt, die euch zur Veranstaltung am 3. Februar 2022 führen. Danke für euer Verständnis!

THEMA |

Nicht nur konservative Kreise in Europa und europäische Institutionen werden nicht müde zu betonen, dass Griechenland die Krisenjahre hinter sich gelassen hat und sich durch die Regierung Mitsotakis auf dem Weg der Konsolidierung befindet.

Sind Armut und soziale Ungerechtigkeit in Griechenland aber tatsächlich auf dem Rückzug? Die Realität spricht eine andere Sprache:
Gesellschaftliches Eigentum wird hemmungslos privatisiert, das Land wird auf die Bedürfnisse von Unternehmen und ausländischen Investoren ausgerichtet – und Polizeigewalt und die aggressive Abwehr von Geflüchteten ist an der Tagesordnung.

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Videomitschnitt des 23. Griechischen Salons „#MeToo in Griechenland“

Online-Veranstaltung am 27.5.2021.

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23. Griechischer Salon ONLINE: „#MeToo in Griechenland“ – Information und Diskussion am 27. Mai 2021

WANN | Donnerstag, den 27. Mai 2021, 19 Uhr

WIE | Online-Veranstaltung (Webkonferenzsystem: Zoom) in deutscher und griechischer Sprache
Anmeldung notwendig! Der Registrierungslink lautet:
https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_enO0TLnhRU2Rdu30fC2hlA

Bitte registriert euch zeitnah. Nach erfolgter Registrierung erhaltet ihr dann automatisiert die eigentlichen Zugangsdaten zugeschickt, die euch zur Veranstaltung am 27.05.2021 führen. Danke für euer Verständnis!

THEMA |
Der Mut einer Sportlerin in Athen, die einen an ihr begangenen Missbrauch durch einen Funktionär öffentlich gemacht hatte, führte zu weiteren Berichten Betroffener von sexualisierter Gewalt. Taten, die bis zu 30 Jahre zurücklagen. Die Beschuldigten waren, wie auch in anderen Ländern, Prominente aus Sport und Kultur.

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Klassenkampf in der Pandemie

Die Rechte in Griechenland setzt autoritäre Strukturen durch – aber der Widerstand erstarkt.

22. Griechischer Salon mit reAKT-AKTION against Repression:
„Freiheitsrechte und Gesundheitsversorgung in der Pandemie“ / „Civil rights and public health during the pandemic in Greece“
Videomitschnitt der Online-Veranstaltung am 18.3.2021 (in englischer Sprache)

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22. Griechischer Salon ONLINE: „Griechenland – Freiheitsrechte und Gesundheitsversorgung in der Pandemie.“ Mit der Gruppe reAKT-AKTION und Referent*innen aus Griechenland am 18. März 2021

WANN | Donnerstag, den 18. März 2021, 19 Uhr

WIE | Online-Veranstaltung (Webkonferenzsystem: Zoom) in deutscher und englischer Sprache

Anmeldung notwendig unter: griechenlandsoli@web.de

Im Rahmen ihrer Pandemiebekämpfung hat die konservative griechische Regierung der Nea Dimokratia viele Entscheidungen getroffen, die die freiheitlichen Grundrechte einschränken.
Die Fälle von Polizeigewalt und der Einflussnahme auf die Massenmedien häufen sich. Hinzu kommen die erdrückenden Zustände in den griechischen Krankenhäusern.
Unsere Referent*innen berichten aus erster Hand – direkt aus Athen und Thessaloniki – über diese Situation und die gravierenden Gefahren für die Demokratie, die aus ihr erwachsen.

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„MéRA25 – eine neue linke Alternative in Griechenland?“ Videomitschnitt

Videomitschnitt der Online-Veranstaltung „MéRA25 – eine neue linke Alternative in Griechenland?
Vortrag von Jochen Schult
21. Griechischer Salon des Bündnisses Griechenlandsolidarität Berlin
am Donnerstag, 25. Februar 2021

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21. Griechischer Salon ONLINE: „MéRA25 – eine neue linke Alternative in Griechenland?“ – Vortrag von Jochen Schult mit Diskussion am 25. Februar 2021

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WANN | Donnerstag, 25. Februar 2021, um 19.00 Uhr

WIE | Online-Veranstaltung (Webkonferenzsystem: Zoom)

Anmeldung notwendig unter: griechenlandsoli@web.de

THEMA

Im Sommer 2019 gelang es MéRA25 aus dem Stand, mit 3,44 % der Stimmen ins
griechische Parlament gewählt zu werden.

Zu welchen Themen hat sich die Partei in den letzten eineinhalb Jahren engagiert?
Ist diese Partei unter der Führung des ehemaligen Finanzministers Yanis
Varoufakis eine Alternative zur sozialdemokratisierten SYRIZA und zu
dogmatischen sozialistischen und kommunistischen Parteien?

Oder ist sie bloß eine Ein-Mann-Partei ohne soziale Verankerung,
bürgerlich, unbedeutend? Wie ist das Verhältnis zur „Mutterbewegung“
DiEM25, die sehr stark auf die europäische Ebene ausgerichtet ist?

Der Referent Jochen Schult kann zu diesen Fragen kompetent Auskunft
geben. Schult, Jahrgang 1954, wuchs in Deutschland auf, lebt aber seit
über 30 Jahren in Griechenland und war Deutschlehrer. Seit 2017 ist er bei
MéRA25 aktiv und seit kurzem Mitglied des Zentralkomitees und
Vorsitzender der Ethikkommission.


Der Zugang zum online-Griechischen Salon kostet nichts.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac
Berlin.

Nochmals und GANZ WICHTIG:

Für den Online-Salon müsst ihr euch unter griechenlandsoli@web.de
anmelden! Ihr erhaltet dann per Mail einen Link. Dieser Link führt euch
zur Veranstaltung am 25.02. Danke für euer Verständnis!

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20. Griechischer Salon: „Zeit der Repression“ am 17. September 2020

Header Zeit der Repression
Mitglieder der Gruppe reAKT-AKTION, Lefteris Arabatzis und ein*e online zugeschaltete*r Aktivist*in der Rechtshilfe gegen Polizeiübergriffe berichten über Griechenland.

WO | Regenbogenkino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
WANN | Donnerstag, 17. September 2020, 19:30 Uhr

+++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN +++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN
Wer am 17. September kommen möchte, muss sich unter griechenlandsoli@web.de anmelden! Denn wegen der Corona-Regeln ist die Platzzahl begrenzt. Wir berücksichtigen die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs.
+++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN +++ WICHTIG +++ BITTE BEACHTEN

Seit dem Sommer 2019 regiert die Nea Dimokratia  in Griechenland.
In diesem letzten Jahr ist eine zunehmende Militarisierung der Polizei zu beobachten, Überwachung, Übergriffe und Willkür sind an der Tagesordnung. Besetzte Häuser werden geräumt, es gibt ein neues Strafgesetzbuch und die sozialen Rechte der Menschen an ihrem Arbeitsplatz werden eingeschränkt. Neokonservatismus und staatlicher Autoritarismus drohen, sich mit dem Schlagstock durchzusetzen.

Doch es gibt auch Gegenbewegungen, die sich dieser Angstkultur widersetzen: Schon im Sommer 2019 gab es mehrere kleine und größere Arbeiter*innenkämpfe in Griechenland. Im Herbst 2019 wurden zwei Generalstreiks organisiert. Ärzt*innen und Krankenpfleger*innen stritten während der Corona-Krise für mehr Personal in Krankenhäusern, mehr Intensivstationen und eine bessere Finanzierung des Gesundheitssystems, Lehrer*innen gegen die Privatisierung der Schulen, die Künstler*innen für ein Grundeinkommen während des Lockdowns. Die Kämpfe hatten immer auch einen politischen Inhalt: u.a. für die Beibehaltung des Demonstrationsrechts und die Solidarität mit den Geflüchteten.

Die Referent*innen werden aus erster Hand berichten und die Frage stellen, was die Perspektiven für diese Arbeiter*innenkämpfe gegen die konservative Mitsotakis-Regierung sind.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.
Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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19. Griechischer Salon: „Solidaritätsreise 2019 nach Griechenland – Eindrücke, Berichte, Diskussion“ am 12. März 2020

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Die Krise in Griechenland, das Spardiktat der Troika und die Proteste der griechischen Bevölkerung sind aus den Schlagzeilen verschwunden. Lambidunas Vyronas_mod

Doch die Orte des Widerstands sind lebendig: Selbstorganisierte Zentren in den Stadtteilen, Kämpfe an den Arbeitsplätzen, antifaschistisches Bewusstsein in Vergangenheit und Gegenwart sind ermutigende Erfahrungen, die die Gewerkschaftliche Reisegruppe gegen Spardiktat und Nationalismus von ihrer nunmehr achten Solidaritätsreise mitgebracht hat.

Unter der Oberfläche eines geplünderten Landes und einer enttäuschten politischen Bewegung haben sich Strukturen entwickelt, die als Keimzellen einer anderen Gesellschaft gesehen werden können. Der Aufbruch ist mit den Platzbesetzungen auf dem Tahir in Kairo, der Plaza del Sol in Madrid, dem Syntagma Platz in Athen sichtbar geworden und lebt in unterschiedlichen Formen weiter.

Die Reisegruppe lädt herzlich ein: „Das Gefühl der Solidarität und das Ziel eines selbstbestimmten Lebens jenseits kapitalistischer Zwänge verbindet uns mit unseren griechischen Gesprächspartner*innen. Unsere Erfahrungen und Eindrücke wollen wir mit euch teilen!“

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

 

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18. Griechischer Salon: Filmvorführung „Z – Anatomie eines politischen Mordes“ am 9. Januar 2020

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DVD-CoverDer Film

Frankreich, Algerien 1969, 127 min.
Regie:
Constantin Costa-Gavras
Musik: Mikis Theodorakis
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jorge Semprún
Darsteller*innen: Jean-Louis Trintignant,

Irene Papas, Ives Montand u.a.
Romanvorlage: „Z“ von Vassilis Vassilikos

Die Handlung

Der linke, pazifistische Politiker „Z“ wird bei einer Veranstaltung ermordet. Wer sind die Schuldigen? Die Ermittlungen stoßen auf Widerstand von offizieller Seite – doch ein mutiger Staatsanwalt bleibt dran und findet bald heraus, dass höchste politische Kreise in den Fall verwickelt sind… Schauplatz ist ein fiktiver Staat, doch jedem Leser und jeder Zuschauerin von „Z“ war sofort klar, dass sich Buch und Film mit den realen politischen Ereignissen im Griechenland der 60er Jahre befassten:  mit der Ermordung des Oppositionspolitikers Lambrakis im Jahr 1963 und mit den Hintergründen des Obristen-Putsches.

Der Film bekam u.a. den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film und wurde in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury und dem Preis für den besten Darsteller, Jean-Louis Trintignant, ausgezeichnet.

Eintritt: 6 Euro, 5 Euro für Student*innen, 4 Euro für Hartz-IV-Empfänger*innen

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Tonmitschnitt von „Der Schattenstaat“

Am 12.12.2019 fand der 17. Griechischen Salon mit dem Titel “ Der Schattenstaat: Politik und Gesellschaft in Griechenland nach dem Bürgerkrieg (1949-1967) statt. Der Historiker Nikolas Pissis referierte über die knapp zwei Jahrzehnte zwischen dem Ende des Bürgerkriegs und dem Militärputsch.

Der Vortrag und die Diskussion sind HIER nachzuhören.

Die Zeit zwischen dem Bürgerkrieg und der Obristendiktatur war voller Widersprüche. Die „kümmerliche Demokratie“ wurde durch außerparlamentarische Machtfaktoren dominiert: durch den König, die USA und den „Schattenstaat“ (Parakratos), d.h. Geheimdienst, Polizei, Militär und rechtsextreme Gruppen.
Gleichzeitig wurde den Verlierern des Bürgerkriegs eine bedingte Teilhabe am politischen Leben gewährt. Immer wieder empfanden die Sieger dies aber als bedrohlich und unterdrückten skrupellos.
Dieselbe Zeit ist von einschneidenden sozialen Umbrüchen markiert, die das Bild der griechischen Gesellschaft grundlegend verändert haben. Dazu gehören nicht nur die massive Arbeitsmigration nach Athen und ins Ausland, nicht zuletzt in die Bundesrepublik, sowie der Wiederaufbau und Wirtschaftsboom unter Karamanlis. Es gab auch den kulturellen Aufbruch der 60er Jahre, der die Zeit vor der Diktatur im Nachhinein als einen griechischen „verlorenen Frühling“ erscheinen lässt. Von diesen Themen handelt der Tonmitschnitt der Veranstaltung am 12.12.2019 zum Schattenstaat.

Hören Sie auch den Tonmitschnitt: „Griechenland in den 1940er Jahren: Der Weg in den Bürgerkrieg“.

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17. Griechischer Salon: „Der Schattenstaat: Politik und Gesellschaft in Griechenland nach dem Bürgerkrieg (1949-1967)“

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WANN | Donnerstag, 12.12.2019, 19.30 Uhr

WO | RegenbogenKino / Regenbogenfabrik, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

Die knapp zwei Jahrzehnte zwischen dem Ende des Bürgerkriegs 1949 und dem Militärputsch von 1967 waren voller Widersprüche. Die „kümmerliche Demokratie“ wurde durch außerparlamentarische Machtfaktoren dominiert: durch den König, die USA und den „Schattenstaat“ (Parakratos), d.h. Geheimdienst, Polizei, Militär und rechtsextreme Gruppen.
Gleichzeitig wurde den Verlierern des Bürgerkriegs eine bedingte Teilhabe am politischen Leben gewährt. Immer wieder empfanden die Sieger dies aber als bedrohlich und unterdrückten skrupellos.

Dieselbe Zeit ist von einschneidenden sozialen Umbrüchen markiert, die das Bild der griechischen Gesellschaft grundlegend verändert haben. Dazu gehören nicht nur die massive Arbeitsmigration nach Athen und ins Ausland, nicht zuletzt in die Bundesrepublik, sowie der Wiederaufbau und Wirtschaftsboom unter Karamanlis. Es gab auch den kulturellen Aufbruch der 60er Jahre, der die Zeit vor der Diktatur im Nachhinein als einen griechischen „verlorenen Frühling“ erscheinen lässt.
Im Vortrag werden diese Aspekte in den internationalen Kontext gestellt, sowohl was die machtpolitischen Determinanten des Kalten Kriegs betrifft als auch die Bedeutung von übergreifenden kulturellen Trends und den Vergleich mit zeitgenössischen Entwicklungen in West und Ost.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Achtung, schon jetzt vormerken: Am 9. Januar 2020 zeigen wir zur selben Thematik den legendären Film „Z Anatomie eines politischen Mordes“ von Costa-Gavras, die vielleicht eindrucksvollste Darstellung des Parakratos der 50er-60er Jahre in Griechenland. Es handelt sich um DEN Klassiker des Politthriller-Genres. Der Film wurde mit zwei Oscars sowie zwei Preisen beim Filmfestival in Cannes prämiert.

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„Eingebrannt – Frauen auf Kreta 1941-1945“ Filmvorführung und Gespräch am 17. Oktober 2019

EingebranntWO | RegenbogenKino, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22

WANN | Donnerstag, 17.10.2019 um 19.30 Uhr

 

Eingebrannt – Frauen auf Kreta 1941-1945

Dokumentarfilm von Barbara Englert und Leonie Englert,
Deutschland 2019, 117 Minuten, Griechisch, Untertitel in deutscher Sprache

Filmaufführung und Gespräch mit den Filmautorinnen

Eine Reise durch die Geschichte kretischer Frauen während der deutschen Besatzung auf Kreta von 1941-1945.

Die Handlung:

Zweiundzwanzig Kreterinnen sprechen über ihren Widerstand, ihre Solidarität, über Ängste und Hoffnungen, ihren Überlebenskampf und den Umgang mit den Besatzern. Die Beteiligung am Widerstand war für die meisten dieser Frauen selbstverständlich. Sie durchleben im Film mit ihrer eigenen Stimme ihre Vergangenheit; traurig, wütend, stolz.
Die innere Resonanz der Erzählungen wird von Puppen gespiegelt.
Der Dokumentarfilm zeigt, wie die Auswirkungen dieser Erlebnisse auf das Leben der Frauen auch heute immer noch deutlich sichtbar sind. Ihre lebendige Erinnerung ist eine Reise durch ihre Geschichte und über die rauen Berge und Küsten Kretas. Es zeichnet ein anderes Bild der Insel, die viele nur als Urlaubsparadies kennen.

Gedreht wurde der Film in Kooperation mit dem Filmkollektiv Obscura Lab und der Puppentheatergruppe Firdin Migdin aus Rethymno.

Trailer: https://vimeo.com/199544506

Eintritt: 6 Euro, 5 Euro für Student*innen, 4 Euro für Harzt IV-Empfänger*innen

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, RegenbogenKino, attac Berlin

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16. Griechischer Salon: „Griechenland in den 1940er Jahren: Der Weg in den Bürgerkrieg“ – Vortrag und Diskussion am 9. Mai 2019

Header GRSalon Mai19

WO | Regenbogenkino in der Regenbogenfabrik, B.-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22 |

WANN | 9. Mai 2019, 19:30 Uhr |

Einen Mitschnitt des Vortrages findet ihr hier.

Der griechische Bürgerkrieg, der auf die Besatzung des Landes im Zweiten Weltkrieg folgte, ist in Deutschland kaum bekannt.

Bereits 1943 flammen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den linken Partisanen der EAM-ELAS und ihren rechten, königstreuen Widersachern aus kleineren Widerstandsgruppen sowie Truppen der Kollaborationsregierung auf. Nach der Befreiung des Landes von den deutschen Besatzern im Oktober 1944, der Auflösung einer kurzlebigen Einheitsregierung, dem Kampf um Athen im Dezember 1944 und dem Scheitern eines Kompromisses 1945 eskaliert der Bürgerkrieg und endet 1949 mit der vollständigen Niederlage der Linken.
Wie kann man sich den griechischen Bürgerkrieg, der bis heute Spuren im Land hinterlassen hat, erklären? Hätte es 1944, zum Zeitpunkt der Befreiung, alternative Optionen gegeben?

Im Vortrag von Nikolas Pissis werden dazu viele Aspekte erläutert: die Spannungen innerhalb der griechischen Gesellschaft, der aufkommende Ost-West Konflikt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die einschneidenden Nachwirkungen der deutschen Besatzungspolitik, der Charakter der Widerstandsbewegung und ihre Zielsetzungen, sowie die Rolle Großbritanniens, der USA und der Sowjetunion.

Der Eintritt ist frei – eine kleine Spende wird erbeten.
Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, attac Berlin. Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.


Der GRIECHISCHE SALON macht kreative Pause!

Das Bündnis Griechenlandsolidarität trifft sich weiterhin regelmäßig.
Termine siehe: griechenlandsoliberlin.wordpress.com

Ausführliche Berichte zu Griechenland sowie weitere Infos und Kontakt zur
bundesweiten Soli-Bewegung für Griechenland unter:
https://griechenlandsoli.com.

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Filmvorführung „Amerika Square“ mit Diskussion am 13. April 2019

WO| RegenbogenKINO, Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
WANN | Samstag, 13.4.2019, 20.30 UhrAmerika

Spielfilm „Amerika Square“ (OmU)
Griechenland 2016, 86 Min, R: Yannis Sakaridis, D: Yannis Stankoglou, Makis Papadimitriou, Vassilis Kukalani, Ksenia Dania, Themis Bazaka

Im Anschluss: Diskussion mit Vassilis Kukulani, der im Film die Rolle des Syrers Tarek spielt, über die Situation der Geflüchteten (in Griechenland).

Die Handlung: Der arbeitslose, frustrierte Nakos versteht seinen Wohnblock nicht mehr: überall Multi-Kulti, überall geflüchtete Menschen; er fürchtet „Überfremdung“ und heckt einen tödlich-rassistischen Plan aus. Sein bester Freund noch aus alten Tagen ist der Tattoo-Künstler Billy, doch dieser – zutiefst menschlich unter der coolen Schale – sieht die Schicksale der Menschen, die neuerdings rund um den Amerika Square leben. So wie die afrikanische Barsängerin Tereza, die ein neues Tattoo will: „Refuse to Sink“. Und so wie Tarek, der mit seiner kleinen Tochter dem Krieg in Syrien entkommen ist und eigentlich weiter will nach Berlin…
In Sakaridis‘ preisgekröntem Film treffen die vier und ihre so unterschiedlichen Träume in einem packenden Plot aufeinander. Freiheit oder Angst, Kleingeist und Hass oder Solidarität, Geschäft oder Liebe: Was wird die Oberhand behalten?

Eintritt: 6 Euro, 5 Euro für Student*innen, 4 Euro für Hartz IV-Empfänger*innen
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Weitere Aufführung des Filmes am 12. April 2019 (ohne Diskussion)

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Filmvorführung und Gespräch „Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“ am 31. März 2019

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WO | Eva Lichtspiele Blissestraße 18, 10713 Berlin

WANN | Sonntag, 31.03.2019, 17:30 Uhr

WAS | Respekt für Griechenland e.V.“ und die Eva Lichtspiele laden ein: Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland. Ein Dokumentarfilm von Chrysanthos Konstantinidis
(Griechenland 2018, 101 min., Original mit deutschen Untertiteln)

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur, Chrysanthos Konstantinidis, der aus Lyngiades stammt, und seinem Protagonisten, Christoph Schminck-Gustavus, auf dessen alten Ton- und Bildaufnahmen der Film weitgehend basiert.

Hintergrund:
„Nicht vergessen“ ist das Leitmotiv dieses eindrucksvollen Films!
Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland: wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines Massakers, das hierzulande noch viel zu wenig bekannt ist: Am 3. Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer 82 Dorfbewohner und zerstörten fast alle Häuser.
Der Rechtshistoriker Christoph Schminck-Gustavus aus Bremen recherchierte und dokumentierte vor drei Jahrzehnten die Hintergründe dieses Verbrechens (s. sein Buch „Der Feuerrauch“). Jetzt führt er durch den Film. In diesem hören die Nachkriegsgenerationen am Ort, oft erstmalig, Erinnerungen von Überlebenden. Es sind Dokumente der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas. Und es sind Einblicke in die unterlassene Aufarbeitung in Deutschland und in die verweigerte Wiedergutmachung.
Abschließend stellt der Verein „Respekt für Griechenland“ seine gerade begonnene Kampagne zu „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“ vor.

 

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